Schlemmen alla Roman(a)

Heute hatte ich plötzlich so Lust auf italienisches Essen und auch darauf, es zuzubereiten, dass ich, Elternzeit sei Dank, gleich losziehen musste, um alles zu besorgen. Also ab zum Supermarkt und den Einkaufswagen bestückt.

Kalbsoberschale, Basilikum, Tomaten, Pecorino, Thunfisch, Pinienkerne und beim Bäcker eine frische Ciabatta.

Den Rest hat man ja immer zuhause...Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Petersilie, Eier, etc. Und das brauchte ich auch, denn mir schwebte ein Pesto, Vitello Tonnato und eine leckere Bruscetta vor. Ich habe mir über die Jahre so meine eigenen Rezepte angeeignet - für manch einen Italiener sicher ein Graus, aber uns schmeckt es hervorragend!

Für das Pesto nehme ich Basilikum und Petersilie (frisch natürlich) zu gleichen Teilen, 1 Stück Pecorino, Pinienkerne (die ich anröste) und etwas frischen Knoblauch, wenig Salz, Pfeffer und natürlich eine Menge leckeres Olivenöl. Ich nehme jetzt nicht gerade das teuerste, aber auch nicht das billigste. Dass es mechanisch hergestellt wurde und die Oliven von einer Sorte und aus einem Land (hier Italien) kommen, darauf achte ich schon. Ich nutze gerne Monini - ich find´s lecker und mit 5 € für 500 ml ist es auch recht günstig.

Die Zutaten werden alle klein gehackt (Mein Zauberstab macht das prima) und miteinander vermengt - fertig! Leute, macht euer Pesto selbst! Das schmeckt super, ist wenig Arbeit und einmal gegessen, will man diesen seltsamen Brei aus dem Discounter nicht mehr sehen...

Kleiner Tipp: Ich lasse alles etwas grober, dann hat es mehr Biss und, wie ich finde, auch mehr Geschmack.

Weiter geht´s mit dem Vitello.

Die Thunfischsoße ist schnell gemacht, einfach Eier mit Öl zu einer Mayonaise aufziehen, Dosenthunfisch dazu, ein Schuss Zitrone, etwas Zitronenabrieb, Salz, Pfeffer. Alles mixen und etwas Olivenöl zugeben, bis es eine schöne sämige Konsistenz hat - fertig ist die Laube.

Dann brate ich das Fleisch scharf in Olivenöl an, zusammen mit einer Zwiebel (mit Schale = mehr Aroma), einer gedrückten Knoblauchzehe und einem Rosmarinzweig. Dann kommen Sellerie, Möhren und Lauch hinzu, bevor mit einem guten Schluck Weißwein abgelöscht wird. Den Rest gieße ich mit Wasser auf, lasse es aufkochen und noch ein wenig ziehen. Angerichtet wird dann später - ich schneide es auf, relativ dünn, gieße die Soße drüber, garniere mit gehobeltem Parmesan, etwas Ruccola, Balsamico Essig und - ganz wichtig: Kaperm.

Als letztes war dann die Bruscetta dran.

Dazu höhle ich die Tomaten aus und schnipple das nur das "Fleisch " in kleine Würfel. Der Vorteil liegt auf der Hand, es verwässert nicht. Dazu kommt eine fein gehackte Zwiebel, natürlich etwas gehackter Knoblauch, etwas Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamico. Und natürlich darf frischer Basilikum nicht fehlen.Das Ganze wird vermengt und dann lasse ich es noch etwas ziehen. Später kommt es dann auf in Olivenöl angeröstetes Ciabatta - ein Genuss!

Wie ihr seht, ich habe die Welt nicht neu erfunden, aber vielleicht regt es den ein oder anderen ja dazu an, frisch und lecker ohne viel Aufwand zu kochen. Lecker Weinchen oder Bierchen dabei (Tipp: Menabrea - ein leckeres italienisches Lager!)

Also, wer es mal nachkochen möchte, sagt mir wie es euch geschmeckt hat.

Buon Appetito,

Euer Roman


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© 2018 BY ROMAN KASSELMANN FOTOGRAFIE

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